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für den heilklimatischen Urlaub

Genießen Sie den besonderen Urlaub

Lassen Sie uns kurz über Heilklima sprechen. Klingt ja toll, aber was genau verbirgt sich eigentlich dahinter?

Was ist Heilklima?

Schon die alten Griechen haben beobachtet, dass Menschen an bestimmten Orten nicht nur lebensfroher sind, sondern auch seltener unter bestimmten Krankheiten leiden. 

Eine Erklärung für dieses Phänomen liefert das jeweilige Klima: Es setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, die den Organismus belasten, schonen oder stimulieren können. Als Belastung empfinden wir kaltes, nebliges Wetter oder schwüle Hitze. Bezeichnenderweise nennen wir ein solches Wetter schrecklich. 

Wenn dagegen die Sonne bei milden Temperaturen lacht und uns mit UV-Strahlen versorgt, sprechen wir von einem strahlend schönen Tag. Eine Winterwanderung wiederum stimuliert unseren Organismus, und abends haben wir größeren Appetit. 

Heilklima ist also nichts anderes als ein Klima, bei dem stimulierende Reize bzw. Schonfaktoren überwiegen und die Belastungsfaktoren minimal sind. Zur Therapie im Heilklima werden daher, je nach Krankheit und individueller Konstitution, stimulierende Faktoren und Schonfaktoren so genützt, dass der Körper sich regenerieren, abhärten und vor Erkrankungen schützen kann. 

Gesundheit durch Bewegung im Heilklima

Der beste Arzt ist immer noch der eigene Körper. 

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Unser Immunsystem schützt uns effektiv vor Krankheiten. Damit es aber richtig arbeiten kann, müssen das Herz-Kreislaufsystem und die übrigen Vitalfunktionen gut funktionieren. 

Der moderne Mensch arbeitet zu häufig in warmen Räumen und bewegt sich zu selten. So besteht die Gefahr, dass unsere Vitalfunktionen nicht mehr belastbar sind und unser Herz-Kreislaufsystem verkümmert – die Folge sind oft Erkrankungen, Unwohlsein und eine geringe Stresstoleranz. 

Hier schafft das Heilklimawandern oder die Klimatherapie Abhilfe. Bei eigener Aktivität wird der Körper stimulierenden Reizen ausgesetzt, etwa böigen Winden oder vermehrter Sonneneinstrahlung. In frischer und sauberer Luft werden dadurch die gesamten Vitalfunktionen angeregt. Ihr Körper wird wieder belastbarer, und das Immunsystem kann seine Aufgaben erfüllen. 

Doch Achtung: Diese Effekte treten nur dann ein, wenn Sie sich nicht überbeanspruchen. Klimatherapeuten helfen Ihnen dabei, ein auf Ihre persönliche Konstitution  zugeschnittenes Sportprogramm zu erarbeiten. Mit Hilfe spezieller Hinweisschilder in den Heilklimatischen Kurorten können Sie selbst bei Wanderungen die nötigen Anstrengungen abschätzen.

Wo kann Heilklima helfen?

Mit Recht sagen die Ärzte: Bewegung ist die beste Medizin. 

Kommt nun zum normalen Training eine Anpassung an natürliche Klimareize hinzu, sind die Effekte noch größer und der Körper wird zudem abgehärtet. Wenn Sie beispielsweise bei kühlerer Witterung wandern, stellt sich Ihr Körper um. Ihr Organismus wird besser durchblutet und auf Dauer nimmt Ihre Temperaturempfindlichkeit deutlich ab. 

Einen ähnlichen Effekt erreichen Sie, wenn Sie sich beim Sport frischer Luft, Wind und - natürlich wohldosiert - der Sonne aussetzen. Ob Sie nun zu historischen Kleinoden wie dem Schloss Neuschwanstein oder der Abtei Corvey wandern oder lieber in schöner Landschaft Mountainbike und Ski fahren -  durch Aktivität in den heilklimatischen Kurorten steigern Sie Ihr allgemeines Wohlbefinden und beugen Krankheiten vor. 

Speziell ausgebildete Klimatherapeuten helfen Ihnen,sollten Sie etwas untrainiert sein, einen individuellen Bewegungsplan zu erarbeiten, um sie vor Überbelastungen zu schützen. Und da Sport in jedem Falle hungrig macht, empfehlen wir Ihnen anschließend fränkische Würste, Allgäuer Kässpätzle, Schwarzwälder Schinken oder andere regionale Delikatessen zur Stärkung.

Heilklimatische Kurorte und ihre ausgezeichnete Infrastruktur  sind sowohl für die Prävention als auch zur Regeneration bestens geeignet. Die stimulierende Reize des Klimas wie Kühle oder erhöhte UV-Strahlung aktivieren Ihre Abwehrkräfte und härten den Organismus ab. Ihr Wohlbefinden wird somit dauerhaft gefördert. 

Wenn Sie sich aber von einer akuten Krankheit erholen wollen, kann es sinnvoll sein, auch stimulierende Reize zu minimieren und ein möglichst schonendes Klima aufzusuchen. „Das Heilklima für Jeden“ gibt es nicht, die Wahl des Kurortes hängt von Ihrer Erkrankung und Ihrer individuellen Konstitution ab. Daher sollten Sie sich von Ihrem Hausarzt beraten lassen, welche Kur für Sie besonders geeignet ist. 

Sie können natürlich auch gerne selbst auf unserer Homepage nach dem passenden Kurort mit Ihrem Klima suchen. Vor Ort kümmern sich Mediziner, Alternativmediziner und Homöopathen dann darum, dass Sie möglichst schnell wieder fit werden und das Leben voller Freude genießen können.

Der Klimawandel wird nach den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auch Deutschland betreffen. 

Besonders belastend wird – wie wir es im Sommer 2018 erlebt haben  – die Zunahme der Tage mit über 30 Grad Celsius sein. Dieser Klimawandel wird allerdings in den Heilklimatischen Kurorten deutlich geringer ausfallen als in den Ballungsräumen. Während der DWD beispielsweise für Karlsruhe im Jahr 2050 bis zu 32 Hitzetage vorhersagt, werden es in Freudenstadt gerade einmal drei Tage sein. Im Sommer werden dort also die Tage weiterhin frisch und die Nächte angenehm kühl bleiben. 

Verantwortlich hierfür ist nicht allein die geografische Lage. Die Heilklimatischen Kurorte engagieren sich seit Jahren aktiv im Klimaschutz:  Die Orte sind zumeist konsequent verkehrsberuhigt, Gärten und Parks spenden Schatten und Frischluftschneisen in der Bebauung sorgen für andauernde Luftzirkulation. 

Heilklima und Klimawandel

Reiz- und Schonfaktoren

Alle Heilklimatischen Kurorte sind von der Natur verwöhnt. Bei ihrer Einteilung in bioklimatische Zonen lässt sich zwischen Reizstufen und Schonstufen unterscheiden.

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Mittelgebirgsklima

Schonklima – Höhenreiz und Strahlungsfaktoren sind im Mittelgebirgsklima gegenüber dem Hochgebirgsklima deutlich abgeschwächt. Therapeutisch von Bedeutung sind vor allem die Schonfaktoren des Waldklimas. Zu diesen zählen in der Hauptsache die hohe Luftreinheit und die geringe Wärmebelastung. Das Mittelgebirgsklima eignet sich bestens für Klimatherapien. Sämtliche Krankheitsbilder können behandelt werden. Wegen der niedrigen Reizintensität eignet sich das Mittelgebirgsklima auch für Menschen mit verminderter Belastbarkeit und zur Rekonvaleszenz.

Hochgebirgsklima

Sonne pur und klare Luft - Bei den Strahlungsverhältnissen wird die bioklimatische Bevorzugung des Hochgebirges besonders deutlich. Von Herbst bis Frühjahr liegt die Zahl der Sonnenscheinstunden um das Dreifache über denen des Tieflandes. Intensive Sonnenstrahlung in Kombination mit leichten Kältereizen wirkt stimulierend und fördert Abwehrkräfte und stärkt den Organismus. Als Schonfaktoren gelten im Hochgebirge die fehlende Wärmebelastung und die Reinheit, besonders die Allergenarmut der Luft. Das Hochgebirgsklima bietet Ihnen. wenn Sie an Allergien leiden oder sensibel auf Pollen und Hausstaubmilben reagieren, ideale Bedingungen.

Tieflandklima

Im Flachland bis 400m wird normalerweise keine Klimatherpie durchgeführt. Die Wärmebelastung und die Luftverunreinigung ist zu hoch. Deshalb liegen beinahe alle Heilklimatischen Kurorte in Höhenlagen von über 400 m.

Seeklima

Es ist gekennzeichnet von milden Wintern und kühlen Sommern. Charakteristisch für das Bioklima der Inseln und Küsten, im Gegensatz zum Binnenland sind verringerte Tages- und Jahresschwankungen von Lufttemperatur und Luftfeuchte, erhöhte Windstärken, gute Strahlungsverhältnisse, ein weiter Horizont und Luftreinheit.

Günstig wirkt die Reinheit und der leicht erhöhte Wasserdampfgehalt der Luft sowie die fehlende Wärmebelastung. Als belastend gelten die häufig hohen Windgeschwindigkeiten. 

Der menschliche Organismus wird durch die erhöhten Abkühlungsreize und die verstärkte Sonnenstrahlung angeregt. Einen besonderen Wirkungsfaktor stellt das Seesalzaerosol in der Brandungszone dar.

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